Die persönliche Haftung der GbR Gesellschafter

Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gehen weitgehende Haftungsrisiken ein. Durch geschickte Vertragsgestaltung können diese Risiken minimiert werden; durch eine geschickte Auswahl der richtigen Rechtsform lassen sich Risiken einer persönlichen Haftung ganz vermeiden.

Gesellschafter einer GbR haften neben der Gesellschaft persönlich, unbeschränkt und mit dem privaten Vermögen für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Da eine GbR bereits durch einen einfachen „Zusammenschluss“ entsteht, wissen viele Beteiligte oft gar nicht, dass sie Gesellschafter einer GbR geworden sind. In diesen Fällen besteht nicht nur das Risiko, für eigene Fehler zur Haftung herangezogen werden zu können, sondern auch durch Fehler anderer Personen, sogar dann, wenn diese eine unerlaubte Handlung vorgenommen haben. Die Haftung besteht nach der Rechtsprechung auch für sogenannte Altverbindlichkeiten, die ihren Ursprung in der Zeit vor dem „Zusammenschluss“ haben.

Klare Vereinbarungen
Neben der sauberen vertraglichen Gestaltung, die sich einerseits mit den vertraglich eingeräumten Rechten und Pflichten und Kontrollmöglichkeiten zu befassen hat, sind klare Haftungsvereinbarungen zu treffen.

Rechtsform wählen
Wollen Sie jedoch die persönliche Haftung für Fehler des Mitgesellschafters oder Altverbindlichkeiten ausschließen, müssen Sie sich rechtzeitig vor Beginn der Zusammenarbeit Gedanken über die geeignete Rechtsform (Personengesellschaft/Kapitalgesellschaft) und die Vertragsgestaltung machen. Neben Haftungsfragen sind aber vor allem auch Gründungskosten, Formalitäten und steuerliche Erwägungen einzubeziehen.

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Autor


Maximilian Marxen

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

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