BEANTRAGUNG VERLUSTBESCHEINIGUNG

Sollten Sie über Depots bei unterschiedlichen Finanzinstituten verfügen und in einem Depot Verluste angelaufen sein, welche sich innerhalb dieses Bestandes nicht im Veranlagungsjahr auswirken, so kann es sinnvoll sein, bis zum 15.12. des Veranlagungsjahres einen unwiderruflichen Antrag bei Ihrem Institut auf Ausstellung einer Verlustbescheinigung nach § 43a Abs. 3 S. 4 EStG zu stellen.

Nach der Erteilung der Verlustbescheinigung geht der Verlust bei dem ausstellenden Finanzinstitut unter. Der Verlust wird somit nicht auf der Ebene des Finanzinstituts vorgetragen, sondern kann im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung mit positiven Kapitalerträgen bei anderen Finanzinstituten
verrechnet und steueroptimal
angesetzt werden.

In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung Verluste aus Kapitalvermögen grundsätzlich nicht mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet werden dürfen.

Auch ein Verlustvortrag ist nur innerhalb der Einkünfte aus Kapitalvermögen zulässig. Für Aktienveräußerungsverluste gilt ein eigenes Verrechnungsverbot. Diese dürfen nur mit Aktienveräußerungsgewinnen ausgeglichen bzw. verrechnet werden.

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