Digital jetzt — Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstandes

Digitale Technologien ermöglichen neue Geschäftsmodelle, intelligente Arbeits- und Produktionsprozesse, eine effektivere Kundengewinnung und eine bessere Vernetzung, zum Beispiel mit Lieferanten. Digitale Kompetenzen und digital geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb ein wichtiger Faktor für die Umsetzung solcher Vorhaben.

Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ finanzielle Zuschüsse, um entsprechende Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – anzuregen.

Zuschüsse gibt es bei:
Investitionen in digitale Technologien sowie
Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen.

Bezuschusst werden die Investitionen bis zu 50 %, ab 01.07.2021 bis zu 40 % bei einer Beschäftigtenzahl von nicht mehr als 50, bei mehr Beschäftigten fallen die Sätze etwas ab.

„Digital jetzt“ im Überblick – Wer die Förderung beantragen kann Mittelständische Unternehmen aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe) mit 3 bis 499 Beschäftigten,
die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, z. B. Investitionen in Software, Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

Diese Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen:
Das Unternehmen oder der Berater muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben, erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen, zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen, stellt dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben. Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden. Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

Umfang und Voraussetzungen der Förderung:
Das Förderprogramm besteht aus zwei Modulen:
Modul 1 „Investition in digitale Technologien“ und Modul 2 „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“.

Das Modul 1 „Investition in digitale Technologien“ unterstützt Investitionen in Soft- und Hardware.
Das Modul 2 „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“ vermittelt Mitarbeitern der KMU das notwendige eigene Knowhow, um Digitalisierungsmaßnahmen anzustoßen und langfristig Nutzen aus durchgeführten Digitalisierungsvorhaben zu ziehen.

Voraussetzung für die Förderung in einem oder beiden der Module ist die Vorlage eines Digitalisierungsplans. In diesem ist das geplante Digitalisierungsvorhaben zu beschreiben, die gewünschten Synergieeffekte zwischen IT-Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens hervorzuheben sowie Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen zu erläutern.

Die Untergrenze für die beantragte Fördersumme beträgt 17.000 EUR im Modul 1 sowie bei kumulativer Inanspruchnahme der Module 1 und 2. Für das Modul 2 beträgt die Untergrenze 3.000 EUR.

Laufzeit der Förderung:
Das Antragsstellungstool wurde am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.

Das sind die Ziele des Programms
Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation.

Ziele sind:
– Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
– Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
– Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
– Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
– Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
– Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
– Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
– Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Link zur Richtlinie zum Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:
www.bmwi.de

 

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