FÖRDERUNG DER ELEKTROMOBILIÄT

Ein erster interessanter Ansatz der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität wurde am 08.11.2018 durch den Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates am 23.11.2018 im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2018 verabschiedet.

Wird ein Dienstwagen auch privat genutzt, sind der Grundregel nach in jedem Kalendermonat ein Prozent des inländischen Listenpreises zum Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattung, einschließlich Umsatzsteuer als geldwerter Vorteil vom Arbeitnehmer zu versteuern, sogenannte Ein-Prozent-Methode.

Neuregelung
Bei Fahrzeugen die ausschließlich durch Elektromotoren oder von extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen angetrieben werden, ist zukünftig nur noch die Hälfte des Listenpreises als Bemessungsgrundlage anzusetzen. Beispiel: Hat ein E-Fahrzeug einen Bruttolistenpreis von 50.000 EUR ist für die Anwendung der Ein-Prozent-Regelung ein Bruttolistenpreis von 25.000 EUR zugrunde zu legen.

Diese gilt auch, wenn die insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verhältnis der privaten zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden, sogenannte Fahrtenbuchmethode. Im Falle extern aufladbarer Hybridelektrofahrzeuge muss das Fahrzeug mindestens 40 Kilometer mit dem Elektroantrieb zurücklegen oder der CO²-Ausstoß 50 Gramm je gefahrenen Kilometer nicht überschreiten.

Die Regelung gilt nur für Fahrzeuge, welche zwischen dem 01.01.2019 und 01.01.2022 angeschafft werden, dann allerdings bis zur Veräußerung, Stilllegung oder Entnahme des Fahrzeuges.

Thomas Apitz, Steuerberater
tapitz@mhp-kanzlei.de

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