Neuerungen zur Grunderwerbsteuer

Der Gesetzgeber plant eine Verschärfung der Grunderwerbsteuerregelungen bei sogenannten Share Deals

Bisherige Rechtslage
Nach derzeitiger Rechtslage werden Gesellschafterwechsel an grundbesitzenden Personengesellschaften in Höhe von mindestens 95 Prozent der Anteile am Gesellschaftsvermögen innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren von der Grunderwerbsteuer erfasst. Dabei muss kein Gesellschafter eine bestimmte Beteiligungsschwelle überschreiten.

Neue Rechtslage
Der nach § 1 Abs. 2a GrEStG bestehende Ergänzungstatbestand soll auf Kapitalgesellschaften erweitert und die (Behaltens-) Frist von 5 auf 10 Jahre verlängert werden. Die relevante Beteiligungshöhe an der grundbesitzenden Gesellschaft soll wiederum auf
90 Prozent abgesenkt werden.

Die Maßnahme hat zum Ziel, Share Deals dadurch zu erschweren, sodass ein Altgesellschafter in nennenswertem Umfang beteiligt bleiben muss. Ein kompletter Erwerb durch einen Investor und seinen „mitgebrachten“ Co-Investor ist dann nicht mehr möglich und das Modell unattraktiver.

Bernd Maisenbacher
Steuerberater

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