STEUERFREIES JOBTICKET — AB 01.01.2019 WIEDER MÖGLICH

Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte gehören bisher zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, können aber mit 15 Prozent pauschaler Lohnsteuer versteuert werden, soweit der Arbeitnehmer diese Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte als Werbungskosten in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen könnte.

Mit der Wiedereinführung einer Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 15 EStG (bis 2004 § 3 Nr. 34 EStG a. F.) ist ab 01.01.2019 wieder ein steuerfreies Jobticket möglich. Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährte Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) zu den Aufwendungen der Arbeitnehmer für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr (ohne Luftverkehr) zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte werden steuerfrei gestellt. Zudem wird die Steuerbegünstigung auf private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr erweitert.

Die Neuregelung erfasst Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Zurverfügungstellung von Fahrausweisen und Zuschüssen des Arbeitgebers zum Erwerb von Fahrausweisen und Leistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) Dritter, die mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis erbracht werden. In die Steuerbefreiung werden auch die Fälle einbezogen, in denen der Arbeitgeber nur mittelbar (z. B. durch Abschluss eines Rahmenabkommens) an der Vorteilsgewährung beteiligt ist. Arbeitgeberleistungen zu Taxifahrten und Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge), die durch Umwandlung des ohnehin geschuldeten Arbeitslohns finanziert werden, werden nicht von der Steuerbefreiung erfasst.

Die steuerfreien Leistungen werden auf die Entfernungspauschale in der Einkommensteuererklärung angerechnet (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG). Die Änderung tritt am 01.01.2019 in Kraft und ist erstmals für den Veranlagungszeitraum 2019 anzuwenden.

Bernd Maisenbacher, Steuerberater
bmaisenbacher@mhp-kanzlei.de

zurück